1083 BETONCOUPEARENABETONCOUPEARENA
,
Schönenwerd
Projektinfo

Bilder

Projektbild
Projektbild
Projektbild
Projektbild

Pläne

Am 20. Januar 2018 war es soweit: Die ‹Betoncoupe Arena› in Schönenwerd (SO) öffnete ihre Pforten– und über 1200 Leute kamen an die Eröffnungsfeier, die mit einem NLA-Match des Männerteams von Volley Schönenwerd gegen Lausanne UC ihren Höhepunkt fand. Für das Fanionteam von ‹Schöni› war dies das erste richtige Heimspiel – denn in den vergangenen 10 Jahren musste es jeweils in auswärtigen (NLA-tauglichen) Hallen antreten. Auch einen Grossteil der Trainings hielt das Team in Hallen ausserhalb von Schönenwerd ab. Die beiden heimischen Turnhallen ‹Dorf› und ‹Feld› boten zu wenig Platz für den stark gewachsenen Volleyballverein, der heute 20 Jugend- und Aktivteams zählt. Eine ‹Bier-Idee› brachte schliesslich die Wende: Sechs ‹Träumer› aus dem Umfeld des Volleyballvereins entwickelten im Sommer 2012 die Vision einer eigenen Halle, einer Heim- und Begegnungsstätte für alle ‹Schöni›-Teams. Wenige Wochen später formierte sich ein hochmotiviertes Projektteam, das über Fachkompetenzen in allen wichtigen Bereichen verfügte. Als grösste Herausforderung erwies sich die Finanzierung: Über ein Crowdfunding gelang es, die Vorprojektstudie zu finanzieren. 2014 entschied dann der Verband Swissvolley, dass sein Nationales Leistungszentrum in die Halle in Schönenwerd einziehen und dafür einen Mietzins entrichten wird. In der Folge sprachen sich das Bundesamt für Sport und der Kantonale Sportfond für substanzielle Beteiligungen aus.
Als mit der Betoncoupe AG auch noch ein Sponsor für die Namensrechte gefunden war, konnte die gemeinnützige Trägergesellschaft BaS Immobilien AG den Bau der Halle definitiv in Angriff nehmen. Weil für den Bau vergleichsweise wenig Geld zur Verfügung stand, wurde die Arena als ‹Industrie halle› konzipiert – mit einem quadratischen Grundriss, einer einfachen Stahlkonstruktion, einer Fassade aus Sandwichpaneelen, zwei schmalen Fensterbändern auf der Nordseite und einem flachen Giebeldach. Beim Innenausbau hingegen galt es, einige hohe sportspezifische Ansprüche zu erfüllen: So wurde auf die 43 mal 28 Meter grosse Spielfläche ein kombielastischer Bodenbelag verlegt, der die Gelenke schont, dynamisch und zugleich sehr robust ist. Über zwei Trennwände lässt sich das Feld in bis zu drei Trainingsstätten aufteilen. Beleuchtet wird es mit 1000 Lux starken LED-Lampen, was die TV-Übertragung von Länderspielen ermöglicht. Längsseitig des Spielfelds bietet eine Betontribüne 600 Sitzplätze.
Die ‹Betoncoupe Arena› ist aber keine reine Volleyballhalle, was man bereits an den Spielfeldlinien auf dem anthrazit- und ockerfarbenen Boden ablesen kann: Sie sind auch für Futsal und Unihockey ausgerichtet. Ausserdem dient die Arena mit ihrem vielfältigen Raumangebot auch als Event-Location: Im 1. OG befinden sich eine offene Cafeteria und ein Fitnessraum; im 2. OG können die offene ‹Netree VIP-Lounge› und der geschlossene ‹Brain & Train›-Raum für Meetings und Seminare gemietet werden. Vermietet wird auch die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, sie produziert Strom für umgerechnet 50 Einfamilienhäuser. Darüber hinaus helfen die hinterlüfteten Module, die Halle im Sommer kühl zu halten.


Auftraggeber: BaS Immobilien AG
Baujahr: 2017