1190 Umbau und Neubau ProduktionUmbau und Neubau Produktion
,
Aesch
Projektinfo

Bilder

Projektbild
Projektbild
Projektbild

Pläne

Projekplan

Ob seidenweich für Dusche und Bad, mit Magnesium angereichert oder komplett entsalzt – Wasser lässt sich je nach Bedarf in unterschiedlichsten Qualitäten bereitstellen. Die internationale BWT-Gruppe entwickelt dafür modernste Technologien und Systeme zur Wasseraufbereitung. In der Schweiz beschäftigt die BWT AQUA AG über 500 Mitarbeitende, davon rund die Hälfte am Produktionsstandort Aesch (BL). Eine ihrer wichtigsten Innovationen ist die patentierte Septron-Technologie: Sie ermöglicht die umweltfreundliche Vollentsalzung von Wasser und wird weltweit in der Pharma- und Biotech-Industrie eingesetzt – etwa zur Herstellung von Impfstoffen. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums des Unternehmens in den vergangenen Jahren waren die Platzverhältnisse am Standort in Aesch nicht mehr zeitgemäss, weshalb Bäumlin + John mit der Planung und Bauleitung eines Neu- und Erweiterungsbaus beauftragt wurde.
Die neue Produktionshalle fügt sich an den bestehenden Gebäudekomplex an. Sie besteht aus zwei Hallenteilen. Der grössere Hallenteil (31 Meter breit, 71m lang, 14m hoch) wird für den Anlagenbau und die Montage genutzt. In der direkt angrenzenden kleineren Halle (21m × 61m × 8m) werden unter einer konstant gehaltenen Raumtemperatur Septron-Module gefertigt. Diese Module sind standardmässig Kernkomponenten in allen membranbasierten Wasseraufbereitungsanlagen von BWT Pharma & Biotech. Im Untergeschoss befinden sich technische Einrichtungen für Heizen, Kühlen und Wasser sowie Anlagen zur Erzeugung verschiedener Wasserqualitäten – von Dampf über Rein- bis hin zu Reinstwasser. Über ein durch BWT konzipiertes, sehr komplexes geschlossenes Leitungssystem werden diese Medien direkt in die Produktionshallen geführt, wo sie für Tests und Anlagenabnahmen genutzt werden.
Konstruiert ist das neue Produktionsgebäude wie ein klassischer Industriebau: Sockel, Untergeschoss und die – in die grosse Halle – eingebauten Bürotrakte wurden in Massivbauweise erstellt, die Teile darüber in Stahlbauweise. Die Stahlkonstruktionen stattete man mit weitgespannten Fachwerkbindern aus, welche die Dächer der beiden Hallenteile tragen. Der vertikale Lastabtrag erfolgt vor allem durch die massiven Betonkonstruktionen. Weil im Innern der Hallen mit den vielen Maschinen, Anlagen und Tanks beträchtliche Gewichte auf den Boden drücken, musste zunächst der Untergrund mit beigemischtem Zement stabilisiert werden. Nun vermag der Boden eine Last von bis zu 10 Tonnen pro Quadratmeter zu tragen.
Mit den zwei neuen Hallenteilen wurde die räumliche Kapazität für die Produktion in Aesch nahezu verdoppelt. Teile der alten, 1999/2000 errichteten Produktionshallen werden nun für die Logistik umfunktioniert. Es wird mit Bestimmtheit nicht die letzte Änderung sein, denn auch in den kommenden Jahren rechnet die BWT AQUA AG mit einer steigenden Nachfrage nach Wasseraufbereitungslösungen.


Auftraggeber: BWT AQUA AG
Baujahr: 2025