Als vor drei Jahren das letzte Pub schloss, fehlte in Frick ein Ort der Begegnung, der auch zu später Stunde noch offen hat. Ein Ort, wo man nach dem Training im Verein oder nach der Arbeit gemütlich beisammen sitzen, etwas trinken, diskutieren oder Live-Übertragungen von Sportevents sehen kann. Nun gibt es diese Möglichkeit wieder – in der Sportsbar «WERK7», 200 Meter vom Bahnhof entfernt. Eingebaut ist die Bar in einem ehemaligen Einfamilienhaus, wo früher Studenten der Jakob Müller AG untergebracht waren, mitten im «Dammpark».
Dass sie hier ihren Platz fand, ist einer besonderen Konstellation zu verdanken: Nach dem Umzug in den neu erstellten «Loop» war unser Architekturbüro auf der Suche nach einem Pausenraum im Dammpark. Der «Loop» verfügt zwar über einen bestuhlten Innenhof, ein Innenraum mit kleiner Küche liess sich aus raumorganisatorischen Gründen aber nicht realisieren. Eine Lösung fand man schliesslich in der direkten Nachbarschaft: Gleich neben den Parkfeldern stand dieses zweigeschossige Häuschen der JBK Immobilien AG, dessen Nutzung als Wohnhaus mitten im Dammpark fremd schien. So kam die Idee auf, es in ein multifunktionales Objekt umzuwandeln. Tagsüber können die Mieter des «Dammparks» die Räume für Sitzungen oder Schulungen nutzen, über Mittag dienen sie als Pausenraum, und abends ist offener Barbetrieb. Im bestehenden kleinteiligen Haus liessen sich die verschiedenen Nutzungen nicht integrieren. Deshalb liess Bäumlin + John das Haus im EG und OG vollständig entkernen. Belassen wurden einzig die gemauerten Giebelwände. Ohne Zwischendecke erstreckt sich der Raum nun auf eine Höhe von bis zu 6.5 Metern (First). Mittendrin steht die 5 Meter lange Bar, und über dieser «schwebt» ein Häuschen in Altholz-Optik, das vorderseitig mit einer grossen Glasbrüstung ausgestattet ist. Erschlossen wird der «schwebende Sitzungsraum» rückseitig über eine Holztreppe. Im hinteren Bereich der Bar ist das Backoffice untergebracht, mit Spülbecken, Geschirrspüler und Kombidämpfer. Seitlich davon wurde für die Mieter des Dammparks eine kleine Pausenküche eingerichtet, die sich im abendlichen Barbetrieb mit wenigen Handgriffen abdecken lässt. Nord- und südseitig erweitern vollverglaste Raumboxen den Raum nach aussen hin. Die schwarz umrandeten Boxen, das roh belassene Mauerwerk und der Hartbetonboden verleihen der Bar einen «roughen» Charakter. Konterkariert wird das Rohe durch eine Deko-Regalwand, die mit allerlei Fotografien, Sportutensilien und Screens bestückt ist.
Die Sportsbar ist auf rund 70 Gäste ausgelegt, im Aussenbereich kommen 50 weitere Plätze hinzu. Die Tische sind hier auf zwei Ebenen verteilt: Auf Höhe der Bar bietet ein Holzdeck beschattete Plätze unter einer Pergola; knapp 30 Zentimeter tiefer wurde ein Kiesplatz mit Bäumen eingerichtet. Abseits der Strasse und doch zentral gelegen, bietet das «WERK7» mit seiner parkartigen Aussenanlage einen neuen, attraktiven Ort der Begegnung.
Auftraggeber: JKB Immobilien AG
Baujahr: 2025